Archiv für die Kategorie ‘Spiegelstrich’

Heimlichtuerei ist Bürgerrecht

Donnerstag, 11. März 2010

Ich bin weder Fußballweltmeisterin noch Papst noch Deutschland. Aber von Alexander Lehmanns “Du bist Terrorist” fühle ich mich angesprochen.

Denn ich finde, Heimlichtuerei ist kein Zeichen von schlechtem Gewissen, sondern ein stinknormales Bürgerrecht. War es jedenfalls in dem Land, in dem ich geboren bin. Vorratsdatenspeicherung? Warum nicht gleich prophylaktische Inhaftierung?

Erfrischend destruktiv

Montag, 08. März 2010

Leider muss darauf verzichtet werden, den Überfall auf das Berliner Pokerturnier zu kommentieren. Daher hier so gut wie unkommentiert die Hymne zum Weltfrauentag:

Dass sich Annabelle auf Amarell reimt, MUSS ein purer Zufall sein …

Böse Falle

Mittwoch, 03. März 2010

Mausefallen sind ja noch relativ harmlos, Kaninchenfallen schon etwas deftiger, Bärenfallen mit Vorsicht zu genießen …

… doch wirklich gefährlich ist offenbar nur die Ypsilanti-Falle!

Wer hebt da voller List und Heimtücke eine Fallgrube aus, um wen zu Fall zu bringen? Wer fällt drauf rein? Etwa der Wähler? Und sind Politiker jetzt als Stimmenwilderer zu betrachten?

Wie auch immer: Ypsilanti-Falle, das merk ich mir. Und danke der WELT für diese herrlich dramatische Wortneuschöpfung!

Perfektes Timing

Donnerstag, 04. Februar 2010

Die FDP fordert nationale Streusalzreserven. Also so etwas Ähnliches wie die US-amerikanischen Goldreserven, nur eben Salz. Salz wird den Untergang des Abendlandes verhindern. Aber auch den Untergang der FDP?

Nun wollen wir mal nicht so streng sein. Das Argument kommt wirklich zum richtigen Zeitpunkt: Am Tag NACH Einsetzen des Tauwetters. Und überhaupt NACHDEM das Thema in jeder Talkshow, in jeder Automobilzeitschrift und an jedem Stammtisch durchgekaspert wurde. Nicht zu vergessen NACHDEM die FDP “Regierungsverantwortung übernommen” hat.

Nationale Streusalzreserven - also wirklich. Sowas fordert man doch höchstens als Oppositionspartei! Aber so lange wollte sie dann doch nicht mehr warten mit dem Vorschlag, die FDP …

Salami, Socken, Salat … ach ja, und außerdem ein neues Sofa?

Freitag, 08. Januar 2010

Es ist Wochenende, das Wetter ist suboptimal statt subtropisch, in der Glotze läuft nichts Besonderes – was tun? Nun gut, mir würden locker zweiundvierzig spannende Sachen einfallen, die ich machen könnte. Doch eins ist sicher: Ein Ausflug zu IKEA würde nicht dazugehören …

Natürlich sind Köttbullar lecker, und natürlich kann man ein günstiges Salatbesteck immer mal mitnehmen. Aber warum deshalb zig Kilometer auf der Autobahn verbringen? Mir ist schleierhaft, was daran so verlockend sein soll.

Und das gilt nicht nur für IKEA - generell verstehe ich nicht, warum es derart viele Möbelhäuser gibt und warum die ständig so überfüllt sind. Eigentlich sollte es ja nur einen Grund geben, einen solchen Laden zu betreten: Wenn man sich nämlich neue Möbel kaufen möchte. Aber wie oft ist das denn der Fall? Alle 20 Jahre ein neues Sofa, alle 25 Jahre eine neue Küche, alle 100 Jahre ein neuer Schrank. Oder sieht der hier etwa aus, als müsse er dringend ersetzt werden?

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Ok, die Häkelspitze sollte mal ordentlicher befestigt werden, aber ansonsten ist das Stück noch super in Schuss. Auch wenn Möbelhaus X unglaubliche Rabatte anbietet und Möbelhaus Y im Radio in aufgeregt-jubilierendem Ton verspricht, dass die Lieferung während des Aktionszeitraums kostenlos sein wird.

Nein, ich will nicht zu IKEA. Und ich will auch keine neuen Möbel. Bin ich da wirklich die Einzige?

Globale Erwärmung?

Mittwoch, 06. Januar 2010

Lachhaft! Heiß ist es momentan nur vor unserem Kamin. Zum Glück!

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Vielleicht kommt unser Planet doch mit einem blauen Auge davon?

Willkommen in KW 53

Dienstag, 29. Dezember 2009

Ja, es gibt sie, die 53. Kalenderwoche. Jedenfalls im Jahr 2009. Entscheidend ist gemäß Definition nach DIN 1355/ISO 8601, dass die erste KW mindestens vier Tage des neuen Jahres enthält.

Ähm … und was heißt das? Theoretisch – auch praktisch – ist es also möglich, dass Silvester schon in der 1. KW des neuen Jahres liegt, oder umgekehrt: der 1., 2. und 3. Januar noch in der letzten KW des Vorjahres. Allerdings liegt der 4. Januar immer, immer, immer in der 1. Kalenderwoche. Und wenn ein Jahr mit einem Donnerstag beginnt bzw. endet, hat es 53 Wochen.
Alles klar?

Unzählige Tücken und Fallen bergen Kalender übrigens für Korrekturleser. Falsch geschriebene „Mitwoche” und „Samtage” oder Dienstage, die gleich doppelt vorkommen, dicht gefolgt von einem Donnerstag, sind da nur die Spitze des Eisberges …

Mehr zur Fehlerfundgrube Kalender gibt’s im Sprachtipp der Protextbewegung. Diesmal übrigens von mir.

Apropos Spam

Samstag, 12. Dezember 2009

Witzig, was so täglich im Spamfilter landet. Dank eines Russischkurses, den ich als Fünfzehnjährige mal besucht habe, kann ich sogar erahnen, dass meine Blogbeiträge in einigen Kommentaren als “sehr gut” gelobt werden und dass man in anderen schlicht für die Info dankt.
Nun gut, darüber kann man grinsen.
Ganz anders dieser Beitrag, den ich soeben gelöscht habe: “Ich wünsche dir zu Weihnachten, dass du innerhalb eines Jahres den Menschen verlierst, der dir am meisten am Herzen liegt.”
Was für kranke Arschlöcher sind es, die sich so etwas ausdenken?

Heute ist Welt-Aids-Tag

Dienstag, 01. Dezember 2009

Das Acquired Immune Deficiency Syndrome gilt seit 1. Dezember 1981 als eigenständige Krankheit. Sieben Jahre später organisierten die Vereinten Nationen an diesem Datum erstmals den Welt-Aids-Tag. Es geht um Aufklärung, Schutz, Solidarität. Natürlich nicht nur am 1. Dezember - aber heute ganz besonders. Die Immunschwächekrankheit tötet jährlich über 2 Millionen Menschen, etwa 33 Millionen sind HIV-infiziert, darunter zahllose Kinder. Am schwersten betroffen ist Afrika: Südlich der Sahara leben 26 Millionen Menschen mit einer HIV-Infektion.

Obwohl die Ansteckungsmöglichkeiten ebenso bekannt sind wie die Tatsache, dass Aids unheilbar ist, stecken sich auch in Deutschland jährlich 3000 Menschen neu mit dem HI-Virus an. Schleife zeigen ist gut. Sich schützen ist noch besser.

Blog Action Day 2009

Donnerstag, 15. Oktober 2009

“Wir können also das Menschengeschlecht als eine Schar kühner, obwohl kleiner Riesen betrachten, die allmählich von den Bergen herabstiegen, die Erde zu unterjochen und das Klima mit ihrer schwachen Faust zu verändern. Wie weit sie es darin gebracht haben mögen, wird uns die Zukunft lehren.”

Johann Gottfried Herder
(Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit)

 

Tja, Leute. Die Zukunft ist jetzt. So schwach war die menschliche Faust denn wohl doch nicht. Fragt sich nur, ob sie stark genug ist, den Schaden wiedergutzumachen … Und der ideale Tag, um damit anzufangen, ist heute: am Blog Action Day 2009.